Entschlossen weiter für sozialdemokratische Grundwerte kämpfen!
Als wir vor mehr als zwei Jahren die „Arbeitsgemeinschaft der Sozialdemokraten in der SPD“ ins Leben gerufen haben, wollten wir damit vor Allem Genossinnen und Genossen davon überzeugen, dass der Parteiaustritt engagierter und für die Parteispitze häufig unbequemer Mitglieder den notwendigen Versuch einer Re-Sozialdemokratisierung der Partei nicht befördert. Unsere Sicht der Dinge hat Vielen Mut gemacht und sie dazu veranlasst, von einem Parteiaustritt abzusehen und aktiv für die notwendigen Veränderungen in der Partei mitzustreiten. So soll es auch bleiben.
In den letzten Tagen haben wir mit Bedauern eine ganze Reihe von Parteiaustritten von Mitstreiterinnen und Mitstreitern zur Kenntnis nehmen müssen, die für sich aufgrund der Vorgänge um das Parteiausschlussverfahren gegen Sarrazin nunmehr trotzdem zu der Überzeugung gelangt sind, dass die Partei nicht mehr veränderbar ist. Sie haben nicht leichten Herzens ihr Parteibuch weggeworfen. Für viele von ihnen war es vielmehr das Ende eines quälenden, schmerzhaften und nachwirkenden Trennungsprozesses. Sie wollten nicht mehr einer Partei angehören, die sich bis heute nicht nur weiter konsequent um die Aufarbeitung ihrer Verantwortung für die Entfesselung der Finanzmärkte und des Abbaus von Arbeitnehmerrechten drückt, sondern nun auch noch das Eintreten für sozialdemokratische Grundwerte dem Kampf um die Lufthoheit über den Stammtischen unterordnet.
Auch unter dem Vorsitzenden Gabriel lässt die Partei zumindest in einigen Punkten weiter Kontinuität erkennen: Im fortgesetzten Mangel an politischer Glaubwürdigkeit, der Missachtung der Basis und beim Vergraulen engagierter Mitglieder. Darüber hinaus dokumentiert auch die tagelange Sprachlosigkeit der Parteispitze ein ernst zu nehmendes Führungsproblem, das nicht auf den Vorsitzenden und seine Generalsekretärin reduziert werden kann. Wo war das Präsidium, wo der Parteivorstand, wo waren die Landesvorsitzenden? Es entbehrt nicht einer gewissen Pikanterie, dass etliche von denen, die im Präsidium und im Parteivorstand den Ausschlussantrag gegen Sarrazin mit beschlossen haben, sich heute ebenso eifrig bemühen, den Salto mortale des Parteivorsitzenden zu rechtfertigen. Das hat den Charakter von Ergebenheitsadressen.
Die Arbeitsgemeinschaft der Sozialdemokraten in der SPD wird den Genossinnen und Genossen ohne Parteibuch auch weiterhin die Möglichkeit der Mitarbeit bieten. Verbunden mit der Hoffnung, dass ihnen in nicht all zu ferner Zukunft der Zustand der Partei ein Wiederaufleben ihrer Mitgliedschaft ermöglicht.
Wolfgang Denia Michael Buckup











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Liebe Genossinnen und Genossen,
wir, die wahren Sozialdemokraten werden von den Parteispitzen auf allen Ebenen und von diversen Zirkeln -hier sei nur der Seeheimer Kreis genannt- als die ewig gestrigen Sozialromantiker und Spinner gescholten.
Immer wenn ich diesen Vorwürfen ausgesetzt bin, kann ich nur auf folgendes hinweisen:
· In einer modernen Gesellschaft gibt es keine Kinder- und Altersarmut!
· In einer modernen Gesellschaft ist der soziale Aufstieg nicht von der Herkunft abhängig!
· In einer modernen Gesellschaft gibt es keine Armutslöhne und prekären Arbeitsverhältnisse!
· In einer modernen Gesellschaft gibt es keinen ausufernden Lobbyismus und Klientel Politik!
· In einer modernen Gesellschaft gibt es keine 2 Klassen Medizin!
· In einer modernen Gesellschaft gibt es Bildung für alle, kostenlos und unabhängig von Herkunft und Stand!
· in einer modernen Gesellschaft gibt es keine Herrschaft des Großkapitals!
· In einer modernen Gesellschaft gibt es keinen neoliberalen Privatisierungswahn!
· In einer modernen Gesellschaft sichert eine starker Staat die Daseinsvorsorge für alle!
· In einer modernen Gesellschaft gibt es ein Steuersystem das sich nach der Leistungsfähigkeit richtet und an die Starken keine Steuergeschenke verteilt!.
· In einer modernen Gesellschaft stützen in Solidarität die Starken die Schwachen!
Ich frage mich also wer hier ewig gestrig ist?
Wir sind die politischen Avantgarde!
In diesen Sinne wollen wir weiterkämpfen!
Mit sozialistischen Grüßen
Winfried Persch