Verfasst von Kalle Probst am 28. Juni 2009 - 21:43.
Lieber Christian Theobaldt, ich will Dir gar nicht widersprechen.
Und genau aus dem Grunde ist die Heraufsetzung des Renteneintrittsalters der größte Humbug gewesen. Wir wissen doch alle - das muss ich ja nicht zum 1.000. mal wiederholen - dass die Heraufsetzung des Renteneintrittsalters nichts anderes ist als eine Rentenkürzung. Das ist nun mal Fakt.
Natürlich und selbstverständlich bin ich für eine Flexibilisierung des Renteneintrittsalters. Das kann sein durch Altersteilzeit, das kann sein durch das Programm "Rüstiger Rentner" .... wie auch immer. Ich habe keine Probleme damit, dass ein 70jähriger noch einer Tätigkeit nachgeht - warum auch. Vielleicht kann er sich ja dadurch seine Rente ein wenig aufbessern. Einzig und allein geht es mir darum, dass "Der" Mensch schlechthin mit 65 Jahren sein eigentliches Rentenalter erreicht haben muss. Hat er bis 65 Jahre gearbeitet, steht ihm das Maximum an Rente zu - wie hoch diese dann auch sein mag. Sie muss aber ohne Abschläge oder anderweitige Abzüge sein.
Ob dann eine Firma einen sogenannten "Rüstigen Rentner" noch weitere 10 Jahre beschäftigt oder ob der Rentner sich noch einen anderen Job sucht, steht doch auf einem ganz anderen Blatt.
Dann muss es auch die Möglichkeit geben, früher in die Altersrente einzusteigen. Das kann durch Altersteilzeit oder was auch immer geschehen. Darüber muss man eben nun mal reden.
Das Alter 65 muss aber eine Marke sein, an der wir uns orientieren. Und zwar so, dass wir sagen: "Wir können jetzt, wenn wir wollen - aber wir müssen nicht."
Und dann die Aussage, dass der "Sesselfurzer" länger arbeiten kann als der Bauarbeiter oder der Fliesenleger, der schon mit 50 kaputte Knie hat, oder der Hochofenarbeiter, diese Aussage kann ich auch nicht so stehenlassen. Auch ein Kranken- oder Altenpfleger - mannlich wie weiblich - kann in dem Alter möglicherweise keine 80 Kilo schweren alten Menschen heben und anders betten. Und auch ein Redaktuer, der "nur" den ganzen Tag an seinem Schreibtisch sitzt, ist nach 20 Jahren ausgebrannt, ist einfach kaputt von dem täglichen oder monatlichen Stress. Beruflich würde ich da fast keine Ausnahme machen. Es gibt in allen Branchen und Berufen Menschen, die mit 50 Jahren schon kaputt sind und auch welche, die mit 80 Jahren noch vollkommen rüstig sind.
Kalle Probst
Lieber Christian Theobaldt, ich will Dir gar nicht widersprechen.
Und genau aus dem Grunde ist die Heraufsetzung des Renteneintrittsalters der größte Humbug gewesen. Wir wissen doch alle - das muss ich ja nicht zum 1.000. mal wiederholen - dass die Heraufsetzung des Renteneintrittsalters nichts anderes ist als eine Rentenkürzung. Das ist nun mal Fakt.
Natürlich und selbstverständlich bin ich für eine Flexibilisierung des Renteneintrittsalters. Das kann sein durch Altersteilzeit, das kann sein durch das Programm "Rüstiger Rentner" .... wie auch immer. Ich habe keine Probleme damit, dass ein 70jähriger noch einer Tätigkeit nachgeht - warum auch. Vielleicht kann er sich ja dadurch seine Rente ein wenig aufbessern. Einzig und allein geht es mir darum, dass "Der" Mensch schlechthin mit 65 Jahren sein eigentliches Rentenalter erreicht haben muss. Hat er bis 65 Jahre gearbeitet, steht ihm das Maximum an Rente zu - wie hoch diese dann auch sein mag. Sie muss aber ohne Abschläge oder anderweitige Abzüge sein.
Ob dann eine Firma einen sogenannten "Rüstigen Rentner" noch weitere 10 Jahre beschäftigt oder ob der Rentner sich noch einen anderen Job sucht, steht doch auf einem ganz anderen Blatt.
Dann muss es auch die Möglichkeit geben, früher in die Altersrente einzusteigen. Das kann durch Altersteilzeit oder was auch immer geschehen. Darüber muss man eben nun mal reden.
Das Alter 65 muss aber eine Marke sein, an der wir uns orientieren. Und zwar so, dass wir sagen: "Wir können jetzt, wenn wir wollen - aber wir müssen nicht."
Und dann die Aussage, dass der "Sesselfurzer" länger arbeiten kann als der Bauarbeiter oder der Fliesenleger, der schon mit 50 kaputte Knie hat, oder der Hochofenarbeiter, diese Aussage kann ich auch nicht so stehenlassen. Auch ein Kranken- oder Altenpfleger - mannlich wie weiblich - kann in dem Alter möglicherweise keine 80 Kilo schweren alten Menschen heben und anders betten. Und auch ein Redaktuer, der "nur" den ganzen Tag an seinem Schreibtisch sitzt, ist nach 20 Jahren ausgebrannt, ist einfach kaputt von dem täglichen oder monatlichen Stress. Beruflich würde ich da fast keine Ausnahme machen. Es gibt in allen Branchen und Berufen Menschen, die mit 50 Jahren schon kaputt sind und auch welche, die mit 80 Jahren noch vollkommen rüstig sind.
Kalle Probst