Mehr Sozialdemokratie wagen
Der gerade vorgelegte Entwurf für das Bundestagswahlprogramm der SPD ist ein weiterer Beweis dafür, wie notwendig eine innerparteiliche sozialdemokratische Initiative ist, damit unsere Partei nicht weiter an Glaubwürdigkeit verliert und nach über 140 Jahren in der Bedeutungslosigkeit endet. Das nicht nur, weil es weder auch nur einen Hauch von kritischer Betrachtung der eigenen Politik in den letzten zehn Jahren gibt und stattdessen verkündet wird, der Kurs stimme.
Ebenso scheinen sozialdemokratische Grundwerte und die Einbindung ins Hamburger Programm keine Rolle mehr zu spielen. Stattdessen wirbt man um die durch und durch neoliberale FDP, oder buhlt um die Fortsetzung der Großen Koalition. Mit diesem Programm begibt sich die SPD endgültig in die Abhängigkeit von CDU oder FDP und beerdigt ihren eigenen Anspruch auf die politische Führung bei der Gestaltung einer gerechteren Gesellschaft. Wo bleibt der Mut, in einem Wahlprogramm ureigene Positionen zu formulieren, ohne gleich einen Kompromiss mit möglichen Koalitionspartnern zu berücksichtigen! Wo bleiben Selbstachtung und der Stolz auf die Grundwerte der Sozialdemokratie, wo bleibt der Respekt vor den vielen tausenden von Mitgliedern, die diese Partei nach wie vor tragen!
Mit dieser Erklärung will die Arbeitsgemeinschaft der Sozialdemokraten in der SPD einen Anstoß geben für eine sozialdemokratische Erneuerung der SPD.











...ich bin sicher, Antworten auf die heutigen Probleme werden nicht Bebel-Zitate und falsche Luxemburg-Knochen sein! Arbeitsplätze, auch zum Ankurbeln eines stotternden Motors, kann man nicht herbeischwätzen! Das Herbeisehnen alter „sozialdemokratischer Tugenden“ ist der Wunsch nach verspielter Macht. Gefragt sind Bildung, Erleichterungen für neue Technologien, die Trennung vom alten, verbrauchten Müll! Genau das Gegenteil, was hier angestrebt wird!
Mit all dem sozialen Geschrei, werde die derzeitigen Probleme vergrößert, es dient nur Eurer „alten Garde“ zum, doch sehr zweifelhaften, Machterhalt! Alte Lösungen für die Probleme der heutigen Zeit sind unpraktikabel.
Euer Weg ist falsch, egoistisch und bedeutet das Ende der Sozialdemokratie!
Auf Wiedersehen, Genossen.