Die SPD ist nicht überflüssig - von Dr. Fritz Riege
I. Thesen zur Existenzberechtigung der SPD
Manche politischen Beobachter ziehen aus dem Bundestagswahlergebnis von nur 23% für die SPD den Schluss, dass sich damit das Ende der ältesten deutschen Partei ankündige. In einzelnen Kommentaren überregionaler Zeitungen und im deutschen Fernsehen wird vereinzelt leichtfertig argumentiert, dass die SPD im deutschen Parteiengefüge überflüssig geworden sei. Die radikalen Außenpositionen in Politik und Wirtschaft würden auf der einen Seite von der FDP und auf der anderen von der Partei „Die Linke“ (PDL) vertreten und die Mitte sei bei der CDU/CSU gut aufgehoben. Dort ordneten sich auch die Grünen mehr und mehr ein. Für eine SPD, die sich für einen Mix aus Sozialstaatlichkeit und wirtschaftlichen und technischen Fortschritt eingesetzt habe, sei daher kein Platz mehr.
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