Jetzt etwas tun!
In den letzten Wochen haben wir mit unserer Initiative viel Zuspruch erhalten. Prominente Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten haben uns häufig erklärt, sie würden auch gern mitmachen – aber erst nach der Bundestagswahl.
Inhaltliche Auseinandersetzungen über die richtige Politik und notwendige Kurskorrekturen seien derzeit nicht opportun, so deren Begründung für ihre Zurückhaltung. Das ist nicht unsere Sicht. >> Weiterlesen
Regionale Treffen
Liebe Genossinnen und Genossen, liebe Mitstreiterinnen und Mitstreiter!
Für die beiden ersten regionalen Treffen hier nun der genaue Ort und Zeitpunkt:
Mittwoch, 29. April um 18.00 Uhr - Hannover
Ver.di - Landesbezirk ; Goseriede 10 ; Rotation, Raum 1a
Donnerstag, 30. April um 17.00 Uhr - Berlin
Ver.di - Landesbezirk ; Köpenicker Strasse 30, Z12
Themen:
- Information aktuelle Situation
- Regionale Vernetzung - weiterer Aufbau
- Kontakt zur Basis: OV, UBs und AGs
- Fahrplan bis zum Bundesparteitag
- Bausteine für Anträge Wahlprogramm
- Mehrheiten organisieren
Ich würde mich freuen, wenn Ihr Euch ( so Ihr nicht all zu weit weg wohnt) die Termine noch einrichten könnt.
Nachdem nun ein paar unterschiedliche Termine zum Antragsschluss kursierten, es ist der 15. Mai. Bis dahin wollen wir nicht nur die Bausteine für eine sozialdemokratische Politik fertigstellen, sondern weitere regionale Treffen hinbekommen.
Mit sozialdemokratischen Grüßen
Michael Buckup
Newsletter Nr. 9
Liebe Genossinnen und Genossen, liebe Mitstreiterinnen und Mitstreiter!
Zum Sonnabend ist unsere Internetseite erfolgreich gestartet und hat viele positive Reaktionen ausgelöst. Schritt für Schritt kommen jetzt die weiteren Informationen dazu. Näheres erläutern wir weiter unten. Wir stellen uns jedenfalls vor, dass die Webseite zu einem Instrument wird, mit dem wir ganz aktiv in die Veränderung des Wahlprogrammentwurfs eingreifen können und uns so organisieren, dass Mehrheiten für Änderungen am 14.6. beim Sonderparteitag in Berlin möglich sind!
Und natürlich soll die Webseite auch die Plattform für alle weiteren Aktivitäten der Arbeitsgemeinschaft sein. Die Arbeit fängt ja erst an!
Am gestrigen Sonntag hatte ich neben rund 300 dazu mehrfach eingeladenen Parteimitgliedern das große Vergnügen, die erste Regionalkonferenz zum Entwurf des Wahlprogramms und zum Einschwören des Parteivolks mitzuerleben. Beeindruckend war, dass neben Kanzlerkandidat und Parteichef, Europa-Spitzenkandidat Martin Schulz auch gleich noch Hubertus Heil, Ralf Stegner, Ingo Egloff und Uwe Beckmeyer mit aufmarschierten. Das Ganze könnte man unter der Überschrift zusammenfassen:
Die Botschaft hört ich wohl - allein mir fehlt der Glaube
Sowohl Frank-Walter Steinmeier als auch Franz Müntefering erfüllten das, was sie mit "Klare Kante zeigen" beschreiben, nämlich mit energischen Attacken auf den politischen Gegner, für klare Regelungen auf dem Finanzmarkt, Mindestlohn mit Kritik an den Blockadehaltungen des Koalitionspartners usw., usw. bis hin zur Forderung der Bildung ohne Gebühren von der Krippe bis zur Hochschule (applaudiert vom niedersächsischen Erfinder der Studiengebühren Thomas O.) und der tollen Erkenntnis, man müsse in die Köpfe investieren (hätte man sich auf diesen Satz das Urheberrecht gesichert, wäre man heute vielfacher Millionär...). Da kam die Botschaft so klar rüber, und von Fußball-Analogistiker Münte natürlich bemüht: Wir spielen auf Sieg, wir wollen die stärkste Fraktion werden. Und wir sind natürlich diejenigen, die für eine gerechtere Gesellschaft eintritt. Klar appellierten Münte wie Steinmeier an die innerparteiliche Geschlossenheit und mutig in den Wahlkampf zu gehen. Die Begeisterung hielt sich nicht nur bei mir in sehr engen Grenzen, bzw. der Beifall war eher von der Kategorie "ja, bitte mehr davon - traut Euch". Nichtsdestotrotz konnte man aber den Eindruck gewinnen, dass dort ganz andere Akteure sprachen, als diejenigen, die den Programmentwurf geschrieben haben. Sieht man mal davon ab, dass hier wie dort das Hamburger Programm oder sozialdemokratische Werte mit keiner Silbe erwähnt wurden, dafür aber das Grundgesetz lang und breit zitiert wird. Auf dessen Boden agieren mehr oder weniger alle demokratischen Parteien.
Übrigens bekam der Genosse Martin Schulz eindeutig den stärksten Beifall, nicht nur was die Häufigkeit anging. Er hatte auch keine Probleme damit, die Worte "links" oder "Sozialisten" zu verwenden. Mut zahlt sich eben aus - auch in Wählerstimmen möchte man dem Kanzlerkandidaten wie Parteichef zurufen.
Wie weit es derzeit darum bestellt ist, zeigte die Regie der Veranstaltung, die zum Abschluss eine knappe halbe Stunde für Wortmeldungen und Antworten vorsah. Gut, dass wir mal drüber gesprochen haben. Die Arbeit an dem Programm fängt jetzt erst an.
Bevor wir in den nächsten Tagen die erweiterten Funktionen, also die interne Sichtbarkeit der registrierten Benutzer, die Möglichkeit, regionale Gruppen zu bilden, ein allgemeines Forum und dann auch die Themenwerkstätten für die einzelnen Schwerpunktthemen einrichten, müssen wir noch einmal all diejenigen bitten, die sich bisher noch nicht online registriert haben bzw. die Erklärung noch nicht online unterzeichnet haben :
Bitte meldet Euch noch einmal an - damit ist gewährleistet, dass die Informationen nachher im Profil zu finden sind, die Ihr selbst angebt.
Bitte unterzeichnet auch noch einmal die Liste zur Erklärung, auch damit ist gewährleistet, dass alle Angaben Euren Wünschen entsprechen – wir haben zum Teil mehrere Versionen und aus unterschiedlichen Formularen und Quellen die Daten zusammengetragen, das birgt einige Risiken und Fehlerquellen.
Damit ist dann gewährleistet, dass wir mit der Arbeit an einem besseren Programm und entsprechenden Antragsbausteinen zügig vorankommen. Antragsschluss ist der 12. Mai, es bleibt also nicht zu viel Zeit.
Und ein Letztes: Rührt weiter die Werbetrommel und ladet weitere Mitstreiterinnen und Mitstreiter ein!
Mit sozialdemokratischen Grüßen
Wolfgang Denia - Michael Buckup
Vergiss den Schröder-Quatsch!
Liebe Genossinnen und Genossen, liebe Mitstreiterinnen und Mitstreiter,
das Hamburger Abendblatt schrieb vor einigen Tagen zum Artikel „SPD-Kandidat Steinmeier im Umfrage-Tief“ einen Kommentar mit dem Titel
„Vergiss den Schröder-Quatsch!“
„Seit Oktober ist Frank-Walter Steinmeier Kanzlerkandidat der SPD, aber in den Umfragen kommt er bislang auf keinen grünen Zweig. Die jüngste („Wen würden sie zum Kanzler wählen…?“) ortet ihn bei 22 Prozent. Dabei macht Steinmeier doch eigentlich eine sehr gute Figur. Als Bundesaußenminister. >> Weiterlesen
Neue Website der Arbeitsgemeinschaft der Sozialdemokraten in der SPD
Liebe Mitstreiterinnen und Mitstreiter,
nun ist es soweit: Unsere Internetseite (nach wie vor auch unter der alten Adresse zu erreichen) startet und mit ihr einige neue Möglichkeiten, sich kennen zu lernen und gemeinsam an unserer Sache zu arbeiten.
Bislang gibt es auf der Seite einige informative Texte, unsere Erklärung und die Möglichkeit, online unterzeichnen. Bitte macht davon Gebrauch - könnt Ihr auch dann, wenn Ihr schon handschriftlich auf einer Liste steht. Der inhaltliche Bereich wird in den nächsten Tagen mit dem Blog aufgebaut. Wenn Ihr Interesse habt mitzuarbeiten - meldet Euch, registriert Euch!
Der Bereich für registrierte Mitglieder wird zur Zeit mit Funktionen versehen, gemeinsam an Dokumenten zu arbeiten, sich über Foren auszutauschen, sich zu vernetzen, redaktionell mitzuwirken. Auch hierzu in den nächsten Tagen mehr. Wenn Ihr Euch jetzt registriert, erfahrt Ihr von den neuen Möglichkeiten als Erste.
Mit besten Wünschen für das Gelingen unserer Aktion und vielen Grüßen
Christian Graeber
Arbeitsgemeinschaft der Sozialdemokraten in der SPD?
Aus einer kabarettreifen Idee entstand die richtige Antwort auf die politische Wirklichkeit
Diskutiert haben wir die Idee – vermutlich nicht als einzige – schon seit dem Beginn der Agenda. Entsetzt und fassungslos über die Art und Weise, wie eine Politik gegen die Mehrheit der Menschen der SPD von oben verordnet wurde und dann auch alarmiert durch die Massenaustritte hin zur WASG haben viele nach Antworten gesucht. Die meisten hatten eigentlich die Schnauze voll, doch wer verlässt schon eine Partei, für die er Jahrzehnte gekämpft und an der er nur allzu oft gelitten hat. >> Weiterlesen
Wir werden immer mehr!
Zur Arbeitsgemeinschaft der Sozialdemokraten gehören bereits viele Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten sowie Unterstützerinnen und Unterstützer!
Hier eine alles andere als vollständige Übersicht:
Rudolf Dreßler , Botschafter a. D., Parl. Staatssekretär a. D.,
Dr. Uwe Reinhardt, Staatssekretär a. D.,
Dr. Wolf Weber, ehem. Nds. Sozialminister und Justizminister,
Dr. Herbert Ehrenberg, Bundesminister a.D. - unterstützt die Ziele, hält eine AG aber nicht für notwendig -
Helmut G. Schmidt, ehem. Chefredakteur des SPD-Pressedienstes/PPP
Walter Hiller, ehem. Nds. Sozialminister,
Gunnar Wegener, Vorsitzender SPD-Stadtratsfraktion Cuxhaven
Hartmut Bakker, Personalratsvorsitzender
Christian Baum, Gesamtbetriebsratsmitglied Bonn
Dr. Edith Niehuis, Parl. Staatssekretärin a. D., ehem. MdB
Kurt Hassdenteufel, Mitglied Geschäftsf. HV IG Medien a. D.'
Renate Rennebach, ehem. MdB und Mitglied im Bundesvorstand
Hartmut Limbeck, ehem. Ver.di-Landesleiter NRW
Klaus-Peter Dehde, UB-Vorsitzender
Jürgen Gerhardt, Schul- und Kulturdezernent Oberhausen a. D.,
Henry Diderich, BR-Vorsitzender BARMER Ostseeklinik Prerow
Udo Fröhlich, Bürgermeister a. D. Bad Segeberg
Ulrike Sommer, Mitglied SPD-Landesvorstand Berlin
Dr. Harald Groth, ehem. MdL und Oberbürgermeister, AWO-Bezirksvorsitzender
Dieter Burdorf, Personalratsvorsitzender, Bremen
Anni Bierwirth, UB-Vorstand Schwalm-Eder, Mitglied im AfA-Bundesausschuss
Albrecht Müller, ehem. MdB Leiter Abt. Öffentlichk.-Arbeit PV,
Holger Scharff, Ortsvereinsvorsitzender Ludwigshafen - Mundenheim
Rainer Nase, Ortsvereinsvorsitzender Weikersheim
Uwe Michaelis, Vorsitzender AfA – Landesverband Mecklenburg-Vorpommern
Professor Dr. Michael Vester, Hannover
Ernst Barkhoff, ehem. Stadtratsmitglied Hannover
Josef Falbisoner, Gewerkschaftssekretär, München
Friedrich O. Koch, Rechtsanwalt, Frankfurt,
Andreas Garbuschewski, Beisitzer OV Alt-Marl-Brassert, Bildungsobmann IGBCE OG Marl II, 2008
Jürgen Homann, Hannover, ehrenamtl. Ver.di-Landesvorsitzender Niedersachsen-Bremen.
Jürgen Humer, Oldenburg, Gewerkschaftssekretär (Geschäftsführer )
Henri Prätsch, Verden, Redakteur, Personalratsvorsitzender,
Kalle Probst, OV-Vorsitzender, AfA-UB-Vorsitzender, Mitglied des AfA-Bundesausschusses
Uwe Harden, Bürgermeister Drage, Mdl. a.D. Fraktionsvorsitzender Samtgemeinderat Elbmarsch
Prof. Dr. Helmut Korte , Göttingen
Prof.Dr. Rolf Hüper, Ronnenberg
Prof.Dr. Werner Fricke, Wieren,
Prof.Dr.phil Christa.Hüper, Ronnenberg
Andreas M.J. Richter, Juso-Unterbezirksvorsitzender Erlangen, Vorstandsmitglied SPD-KV Erlangen,
Beate Schmidt-Janssen, stellv. Distrikstvorsitzende Dulsberg, Vorsitzende Juso-Gruppe Barmbek-Dulsberg
Petra Rudolphi-Korte, Göttingen, stv. Vors. Stadtverband Göttingen, Vorstand AsF Bez. Hannover
Siegfried Sauer, Gewerkschaftssekretär Bremen
Rüdiger Timmermann, Gewerkschaftssekretär Lübeck
Klaus Twesten, ehem. stv. Landesvors. NGG Niedersachsen/Bremen.
Jürgen Wolf, Gewerkschaftssekretär Wolfsburg,
Beate Eggert, ehem. Mitglied im AfA Bundesvorstand Rheinland Pfalz - Sinzig
Peter Conradi, MdB von 1972 -1998, Stuttgart
Erklärung
Wir Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten, parteiunabhängige Unterstützerinnen und Unterstützer haben uns aus Sorge um die Zukunft der Sozialdemokratischen Partei und um den Sozialstaat in der Arbeitsgemeinschaft der Sozialdemokraten in der SPD zusammengeschlossen.
Wir wenden uns mit dem Appell "Wir sind die Partei" an die Öffentlichkeit, um das Partei-Establishment aufzurütteln und es aufzufordern, sich wieder dem historischen Auftrag der Sozialdemokratie zu verpflichten: Politik für die Mehrheit und insbesondere für die weniger privilegierte Mehrheit der Bevölkerung zu machen. Unsere Verpflichtung heißt sozialer Ausgleich und nicht soziale Spaltung.
Unter Besinnung auf traditionelle Werte und Positionen wollen wir eine moderne Politik gestalten, die auf die Herausforderungen der Gegenwart wie der Zukunft sozialdemokratische Antworten gibt, die auf unseren Grundwerten Freiheit, Gerechtigkeit, Solidarität und Nachhaltigkeit aufbauen. Dies kann der SPD wieder Selbstachtung geben und Glaubwürdigkeit im Parteienwettstreit verleihen - notwendige Voraussetzung für Gestaltungsmehrheiten bei künftigen Wahlen und für eine gerechtere Gesellschaft.
Wir fordern alle Parteimitglieder, insbesondere die schweigende und frustrierte Mehrheit auf, sich uns und unseren Forderungen anzuschließen. Da in den letzten Jahren hunderttausende Genossinnen und Genossen aus Enttäuschung über die Entsozialdemokratisierung der SPD die Partei verlassen haben, rufen wir auch sie zur Unterstützung unserer basisdemokratischen Aktion auf. Einer wieder sozialdemokratischen SPD können sich viele Ehemalige sicherlich erneut anschließen. Angesichts der Krise des derzeitigen Finanz- und Wirtschaftssystems und der globalen Bedrohung von Umwelt und Klima sind sozialdemokratische Antworten notwendiger denn je. Nur eine starke sozialdemokratische SPD kann diese Antworten in Politik umsetzen.
Nur wenn wir uns zu unseren Fehlern bekennen, insbesondere dazu, dass unter sozialdemokratischer Regierungsverantwortung die Schere zwischen Arm und Reich weiter auseinandergegangen ist, der Staat neoliberalen Forderungen folgend geschwächt und Regeln für das Finanzsystem aufgehoben wurden, können wir glaubhaft für Korrekturen und Veränderungen eintreten.
- Wir wollen sozialdemokratische Politik auf der Grundlage der Programme von Godesberg bis Hamburg in einer innerparteiliche Demokratie lebenden SPD wieder mehrheitsfähig machen und umsetzen.
- Die SPD muss Politik für die Mehrheit der Bevölkerung und mit ihr machen, nicht gegen sie.
- Die SPD muss die Führungsrolle in der breiten gesellschaftlichen Debatte über die künftigen finanz- und wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen übernehmen.
- Die SPD muss wieder zur Mitgliederpartei werden.
- Wir müssen wieder entschieden und solidarisch für die Schwächeren in unserer Gesellschaft eintreten. Die radikalindividualistische Leistungsideologie hat nur die Privilegierten gestärkt.
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Sozialdemokratische Politik in der Tradition Kurt Schumachers, Carlo Schmids, Erich Ollenhauers und Willy Brandts bedeutet für uns:
- Wir werden die gesetzlichen Sozialversicherungssysteme wieder stärken und zu einem universalen System weiterentwickeln. Grundlage ist und bleibt die gesetzliche Sozialversicherung.
- Die Gesellschaft muss ihre Arbeitnehmer spätetstens mit 65 in den wohlverdienten Ruhestand schicken und ihnen eine Rente gewähren, die ein Leben in Würde ermöglicht.
- Unsere Kinder sind unsere Zukunft. Wir müssen sie mit einer gesetzlichen Grundsicherung vor Armut schützen und ihnen die bestmögliche Ausbildung geben.
- Jeder Mensch hat das Recht auf gebührenfreie Bildung von der Krippe bis zu Hochschule. Dazu gehören Ganztagsangebote für ein gemeinsames Lernen und angemessene Förderung für schulische und berufliche Abschlüsse.
- Eine Bürgerversicherung für alle muss eine Behandlung und Pflege in Würde garantieren, Zuzahlungen und der Gesundheitsfonds werden zurückgenommen.
- Gesundheitsversorgung ist ein Gemeingut. Wir wollen öffentliche Träger, die dem Gemeinwohl statt shareholder value verpflichtet sind.
- Zur gerechteren Verteilung des Einkommens und Vermögens müssen die Starken wieder mehr beitragen als bisher:
- wir führen die Vermögenssteuer wieder ein als Zukunftssteuer, die in Bildung und Klimaschutz investiert wird.
- wir gestalten die Erbschaftssteuer neu mit angemessenen Freibeträgen für Partner und Kinder.
- wir gestalten die Einkommenssteuer so um, dass die höheren und höchsten Einkommen mehr zur Finanzierung des Gemeinwesens herangezogen und untere und mittlere Einkommen entlastet werden. - Arbeit muss menschenwürdig sein und ein menschenwürdiges Leben ermöglichen. Dazu gehört ein flächendeckender gesetzlicher Mindestlohn, orientiert an den Mindestlöhnen der westlichen EU-Nachbarn.
- Die Gleichstellung von Männern und Frauen in Wirtschaft und Gesellschaft muss verwirklicht werden. Hierzu gehört eine gleichberechtigte Stellung von Männern und Frauen hinsichtlich der Bezahlung, der Qualität der Arbeit, der Hierarchieebenen und den Entwicklungsperspektiven der Arbeit.
- Leiharbeit ist zeitlich zu beschränken, es gilt das Prinzip Gleicher Lohn vom ersten Tag an und mit gleichen Rechten wie für Stammbelegschaften.
- Wir wollen die Ausweitung der Mitbestimmung und Flächentarifverträge ohne Ausnahmen.
- Wir wollen einen starken und handlungsfähigen Staat, der in der Lage ist, Regeln aufzustellen und in das System der sozialen Marktwirtschaft regulierend einzugreifen, dies geht nur ohne Schuldenbremse.
- Wir wollen den öffentlichen Beschäftigungssektor zu einem bürgernahen, effizienten und sozialen Dienstleister ausbauen.
- Öffentliche Daseinsvorsorge gehört in öffentliche Hand – der Staat muss öffentliche Dienstleistungen gewährleisten, Energie, Wasser und ÖPNV müssen für alle erschwinglich sein.
- Wir wollen ein Moratorium für ÖPP und Cross Boarder Leasing. Bestehende Verträge auf allen Ebenen müssen auf sämtliche Risiken überprüft und gegebenenfalls beendet werden. Noch nicht abgeschlossene Verträge sind zu stoppen.
- Die Deutsche Bahn muss vollständig in öffentlicher Hand bleiben.
- Das Finanzwesen wird so umgestaltet, dass es seine Kernaufgaben, nämlich die Versorgung der Wirtschaft mit Krediten, nachhaltig erfüllt. Spekulative Finanztransaktionen, virtuelle Geschäfte und Verbriefungen werden verboten. Deutsche Banken müssen ihre Steuern in Deutschland entrichten, Steueroasen werden ausgetrocknet, Börsenumsätze und Finanztransaktionen besteuert.
- Wir wollen den bürgerlichen Freiheits- und Grundrechten wieder Vorrang vor Einschränkungen wegen angeblicher Bedrohungen von innen und aussen geben.
- Wir wollen die Krise nutzen und mit einem „New Deal“ für regenerative Energien und ressourcenschonende Technologien der größten Bedrohung für unseren Planeten durch den Klimawandel jetzt endlich entgegentreten.
- Wir wollen eine transnationale Zusammenarbeit bei nachhaltiger Energieerzeugung an den jeweils optimalen Standorten und den transnationalen Einstieg ins Solarzeitalter.
- Wir setzen den Atomausstieg wie vereinbart um – Kernkraft wie Energie aus fossilen Brennstoffen sind Auslaufenergien.
- Die SPD war und ist die Partei des Friedens – wir wollen Konflikte, sei es im Nahen Osten oder Afghanistan friedlich lösen. Auslandseinsätze der Bundeswehr bedürfen eines UN-Mandats.
- Wir wollen diese Ziele auch solidarisch mit den befreundeten sozialistischen und sozialdemokratischen Parteien in Europa umsetzen. Die Europäische Union muss eine Union der Rechte und Interessen der Bürgerinnen und Bürger sein und nicht eine deregulierte Union der Großkonzerne und Finanzwirtschaft.
- Der Einfluss von Interessengruppen auf die Politik muss begrenzt werden. Externe Beratung oder Mitwirkung bei Gesetzesvorhaben bedarf der Zustimmung durch das Parlament, ebenso die Abordnung von externen Experten an Ministerien oder gesetzgebende Körperschaften.
- Amtsinhaber auf Landes- und Bundesebene müssen sich verpflichten, nach dem Ausscheiden aus politischen Ämtern für die Dauer von drei Jahren nicht für Unternehmen tätig zu sein, für die sie politisch zuständig waren.
Mehr Sozialdemokratie wagen
Der gerade vorgelegte Entwurf für das Bundestagswahlprogramm der SPD ist ein weiterer Beweis dafür, wie notwendig eine innerparteiliche sozialdemokratische Initiative ist, damit unsere Partei nicht weiter an Glaubwürdigkeit verliert und nach über 140 Jahren in der Bedeutungslosigkeit endet. Das nicht nur, weil es weder auch nur einen Hauch von kritischer Betrachtung der eigenen Politik in den letzten zehn Jahren gibt und stattdessen verkündet wird, der Kurs stimme. >> Weiterlesen
Mitmachen bei der Arbeitsgemeinschaft der Sozialdemokraten in der SPD
Liebe Genossinnen und Genossen, liebe Mitstreiterinnen und Mitstreiter,
Macht mit, sorgt mit uns für deutliche Mehrheiten für sozialdemokratische Werte – dies kann nur von innen heraus geschehen, indem wir die Partei wieder vom Kopf auf die Füße stellen.
Unterstützt die Erklärung der Arbeitsgemeinschaft der Sozialdemokraten als Unterzeichner !
